Missionar Wilhelm Guth in Tansania (1927-1933)

Kurzbeschreibung

Nach der Berliner Afrikakonferenz beanspruchte das Deutsche Reich 1885 das Gebiet des heutigen Tansania, Burundi, und Ruanda und erklärte es zur Kolonie Deutsch-Ostafrika. Wirtschaftlich war die Kolonie vor allem durch den Anbau von Kautschuk, Hanf, Baumwolle und Kaffee von Bedeutung, obwohl sie sich letztlich trotz der Erschließung durch Eisenbahnstrecken und Telegrafenstationen nicht rentierte. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg verlor das Deutsche Reich Deutsch-Ostafrika ebenso wie alle anderen Kolonien.
Dieses Foto zeigt den evangelischen Missionar Wilhelm Guth (1888-1980), vermutlich in Gonja im heutigen Tansania, mit einem Kruzifix, das von der Gemeinde in Hohenaltheim für die Mission gespendet wurde. Guth blieb auch nach dem Ende der deutschen Kolonialherrschaft in seiner Missionsgemeinde aktiv.

Quelle

Quelle: „Missionar Wilhelm Guth mit Kruzifix von der Gemeinde Hohenaltheim gestiftet (vorn eigene Kinder.)“ Fotograf unbekannt, 1927-33. Archiv des Evangelisch-Lutherischen Missionswerks Leipzig.

Abgedruckt in: Thorsten Altena, „Ein Häuflein Christen mitten in der Heidenwelt des dunklen Erdteils“. Zum Selbst- und Fremdverstädnis protestantischer Missionare im kolonialen Afrika 1884-1918, Münster 2003.

© Archiv des Evangelisch-Lutherischen Missionswerks Leipzig

Missionar Wilhelm Guth in Tansania (1927-1933), veröffentlicht in: German History Intersections, <https://germanhistory-intersections.org/de/migration/ghis:image-111> [27.09.2022].