Polnische Arbeiterinnen in der DDR (1974)

Kurzbeschreibung

Nachdem die Deutsche Demokratische Republik (DDR) 1963 ein Anwerbeabkommen mit der Volksrepublik Polen schloss, vertieften sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten 1965 mit dem sogenannten „Pendlerabkommen”, das polnischen Arbeitern in grenznahen Regionen die Beschäftigung auf deutscher Seite ermöglichte.

So wurden beispielsweise im Chemiefaserwerk Wilhelm-Pieck-Stadt Guben im Jahr 1966 Arbeiterinnen aus Gubin, Lubsko, Krosno, Bobrowice, Osiecznica und anderen Ortschaften der näheren Umgebung eingestellt.

Dieses Foto der staatlichen Nachrichtenagentur ADN aus dem Jahr 1974 zeigt eine deutsche und eine polnische Arbeiterin bei der Herstellung von Chemiefasern für Teppiche. Die originale Bildunterschrift der staatlichen Nachrichtenagentur ADN lautete: „Eine gute Zusammenarbeit zeichnet die Werktätigen in der Abteilung Dedetex des Chemiefaserwerkes Wilhelm-Pieck-Stadt Guben aus. Teresa Bielske (l.) aus der VR Polen und Erika Rome aus der DDR gehören zum deutsch-polnischen Kollektiv der sozialistischen Arbeit ‚Jaroslaw Dobrowski‘ und sind stolz auf ihre Leistungen. Die vorbildliche Brigade hatte bereits im Monat Januar ein Planplus erreicht und die Qualitätsvorgabe bei Sorte I und mehr als 5% überboten. Das Chemiefaserwerk Guben ist alleiniger Hersteller von Dedotex für die Teppichindustrie.“

Quelle

Quelle: Fotograf: Werner Großmann/ADN. Bundesarchiv, Bild 183-N0201-0001

© Werner Großmann/ADN, Bundesarchiv

Polnische Arbeiterinnen in der DDR (1974), veröffentlicht in: German History Intersections, <https://germanhistory-intersections.org/de/migration/ghis:image-168> [25.10.2021].