„Die Zukunft gehört dem, der die Schule hat“, Kladderadatsch (19. Dezember 1875)

Kurzbeschreibung

Auf diesem Bild aus der Phase des Kulturkampfs treten Kirche und Staat im Wettkampf um die Kontrolle des Grundschulwesens gegeneinander an. Die katholische Kirche hatte dem Staat vorgeworfen, diese Kontrolle als Methode der Volksmanipulation für sich zu beanspruchen. Der Staat wirft hier den „ultramontanen“, d.h. päpstlichen Interessen in der Kirche vor, diese Kontrolle als Methode der religiösen Indoktrination zu verlangen. Der Nullsummencharakter des Konflikts war offensichtlich. Die Antagonisten würden sich nur mit einem Regime oder einer Ordnung des Wissens zufriedengeben, das ihren – und nur ihren – Interessen diente. Langfristig mussten die religiösen Institutionen diesen Konflikt verlieren; die Zukunft gehörte dem Staat.

Quelle

Quelle: Aus Kladderadatsch, Jg. 28, Nr. 58 (19. Dezember, 1875), S. 748. Universitätsbibliothek Heidelberg. Online verfügbar unter: https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1875/0748

„Die Zukunft gehört dem, der die Schule hat“, Kladderadatsch (19. Dezember 1875), veröffentlicht in: German History Intersections, <https://germanhistory-intersections.org/de/wissen-und-bildung/ghis:image-35> [27.09.2022].